Infos zur Ernährung

Ernährung wird mit dem Fachbegriff Nutrition genannt. Das Wort kommt ethymologisch vom Lateinischen "nutritio" für Ernährung sowie "nutrire" von nähren. Mit seiner Ernährung nimmt der Mensch anorganische sowie organische Stoffe auf. Diese können in flüssiger, gasförmiger, gelöster oder fester Form bestehen. Mit seiner Ernährung kann der Mensch seine Körpersubstand erneuern und aufbauen. Der Mensch sowie andere Lebensformen braucht einen Energiebedarf, der nötig ist, seine Lebensvorgänge zu decken. Die Ökologie stellt Untersuchungen darüber an, die Ansprüche betreffend, bezüglich der Ernährung in Kombination mit der Umwelt. Bei der Synökologie werden Wechselwirkungen, die Ernährung betreffend, untersucht. Auch die Trophie ist ein Teilgebiet der Ökologie. Hier wird das Gesamtnährstoffangebot eines Ökosystems untersucht.

Teile der Biologie sind:

Die Anatomie sowie die Morphologie: dabei geht es um die Mundwerkzeuge sowie den Verdauungstrakt der Tiere; auch die Transportsysteme der Pflanzen werden beleuchtet. Die Ernährungsphysiologie: betrifft die Verdauung, Resorption sowie die Verdauung; sowie den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Nährstoffen. Die Ethologie: dabei werden erlernte sowie angeborene Verhaltensmuster von Tieren untersucht, die den Nahrungserwerb sowie die Brutpflege betreffen. Die Evolutionsbiologie: untersucht verschiedene Ernährungssysteme, die Evolution betreffend.

Einige Nahrungstypen

Diese Einteilung erfolgt danach, wie sich die Nahrungsquelle gestaltet. Bei Tieren besteht dazu ein Zusammenhang von Mundwerkzeugen, Nahrungsspektrum sowie dem Verdauungstrakt. Tiere ernähren sich meist nicht nur mit einem Nahrungstyp. Denn auch Fleischfresser essen Pflanzen, in der Regel. Jedoch ernähren sich Pflanzenfresser nicht von Tieren.

Deutsch Bezeichnung Latein
Allesfresser Nekrophagie Omnivore
Ameisenfresser Myrmekphagie  
Detritusfresser   Detritovore
Faulstofffresser Saprophagie Saprovor
Fischfresser Piscivorie Piscivore
Fleischfresser Zoophagie Karnivore
Fruchtfresser Fructivorie Frugivore
Holzfresser Xylophagie  
Insektenfresser Entopophagie Insektivore
Körnerfresser Koprophagie Granivore
Kotfresser Koprophagie  
Pflanzenfresser Phytophagie Herbivore
Pilzfresser Mykophaige Mykovore
Schalenknacker Durophagie  
Todholzfresser Saproxylophagie  

Insektenfresser als Bezeichnung stellt hier ein wenig ein Problem dar. Denn der Begriff Insektenfresser ist auch eine Ordnung, Säugetiere betreffend.

Die Tiere

Drei Gruppen: Omnivoren sind Allesfresser, Carnovoren sind Fleischfresser und Herbivoren sind Pflanzenfresser.

Spezielle Typen

Hier gibt es verschiedene Gruppen und Untergruppen:

Die Nahrungsgeneralisten: hier handelt es sich um Tiere, welche Pflanzen- sowie Tiernahrung aufnehmen. Die Tiere sind euryphag, wie auch omnivor. Die Bezeichnung pantophag heißt: sie fressen alles, was genießbar ist. Beispiele: Ente, Schwein oder zum Beispiel Karpfen. Die Bezeichnugn polyphag heißt zum Beispiel: hier handelt es sich um Paarhufer, Insektenfresser sowie Großkatzen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus nur einem Nahrungstyp. Nebenbei gibt es aber auch unterschiedliche Typen.

Die Nahrungsspezialisten: hier handelt es sich um Tiere, welche nur wenige Pflanzenarten und Tierarten zu sich nehmen. Man bezeichnet sie als stenophag. Hier sind beispielsweise einige Schmetterlingsraupen zu nennen. Aber auch der Koala fällt in diese Gruppen. Sie ernähren sich von Eukalyptusblättern. Die Bezeichnung monophag behandelt Lebewesen, welche nur je eine Tier- sowie Pflanzenart zu sich nehmen. Hierunter fallen manche Parasiten.

Wie wird die Nahrung aufgenommen?

Hier gibt es unterschiedliche Typen: Die Filtrierer sind oft festsitzend, also sessil und leben im Wasser. Dort leben sie von Nahrungspartikeln sowie von Kleinstlebewesen. Zum Beispiel ernähren sie sich von Bakterien oder Plankton. Bartenwale, Enten, Flamingos, Muscheln sowie Manteltiere fallen in diese Kategorie. Die Resorbierer nemehm die Nahrung über ihre Körperoberfläche auf. Zum Beispiel fallen der Bandwurm oder auch Endoparasiten darunter. Die Sauger ernähren sich von gelösten Nährstoffen. Diese entnehmen sie aus Organismen. Ektoparasiten sind zum Beispiel Blutsauger. Hierunter fallen Flöhe, Wanzen, Stechmücken, Blutegel, Zecken sowie Neunaugen. Zikaden sind Pflanzensaftsauger. Wanzenarten oder Pflanzenläuse gehören dieser Gruppe an. Wenn der Wirt geschädigt wird, so handelt es sich um Parasiten. Zu den Pflanzensaftsaugern gehören auch Bienen und Hummeln, aber sie schädigen ihren Wirt nicht. Durch sie erfolgt Bestäubung. Der Wirt wird nicht geschädigt, denn es handelt sich um eine Symbiose. Raubtiere (Kauer) oder aber Python (Schlinger) essen die Beute ganz oder in kleineren Häppchen. Die Studler gehören zu den Filtrierern. Zur Filtration benötigen sie einen Wasserstrom. Diesen erzeugen sie mit Geißeln, Tentakeln oder Cilien selbst. Darunter fallen in etwa Rotatorien, Korallen, Wimperntierchen sowie Lanzettenfischchen. Um lebende Organismen handelt es sich bei Substratfressern. Das Substrat wird aufgenommen und diesem werden die Nährstoffe entnommen. Sie ziehen dem Substrat die Nährsoffe aus dem Verdauungstrakt. Dazu zählen: der Regenwurm (Bodenorganismen), Borkenkäfer (zum Beispiel der Buchdrucker), Blattminierer, Koprophagen (zum Beispiel der Mistkäfer) sowie Saprobionten.

Verschiedene Typen des Nahrungserwerbs

Die Typen werden eingeteilt in: Die Weidegänger fressen die Futterpflanzen bis dahin ab, dass diesen ein leichtes Nachwachsen wieder möglich ist. Dazu zählen beispielsweise Murmeltiere, Riesenkängurus, Gänse oder Huftiere. Die Dornenkronenseesterne sind Seesterne, welche Korallen abweiden. Diese sterben dann völlig ab. Die Sammler kümmern sich um einen Nahrungsvorrat, damit sie überwintern können. Hierunter fallen etwa Eichhörnchen. Einige verwahren Beutetiere an verschiedenen Orten. Diese sind schwer für Konkurrenten erreichbar. Hierzu gehört etwa der Neuntöter. Die Jäger töten verschiedene Tiere, erbeuten sie und fressen sie. Raubwanzen, Libellen oder auch Laufkäfer gehören dazu.

Unterscheidungen: Sogenannte Hetzjäger erbeuten beim Jagen. Dies kann auch über weite Strecken erfolgen. Ihre Beute über weite Strecken verfolgen zum Beispiel der Gepard sowie auch der Wolf. Lauerjäger harren im Warten auf ihre Beute aus. Sie sind gut getarnt und kennen auch die Anlockung der Beute. Der Seeteufel und der Anglerfisch locken ihre Beute an. Sie sind in der Tiefsee beheimatet. Tiere können auch Fallensteller sein. In diesem Fall lauern sie auf Beute. Dies kann mit Netzen sowie mit Fallgruben geschehen.

Pflanzenarten

Die Photosynthese ist die Grundlage für den Nährstoffbedarf bei Pflanzen. Nährstoffe können von Pflanzen in gasförmiger Form aufgenommen werden. Zum Beispiel enthalten diese Moleküle Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff. Im Wasser im Boden sind Nährsalze enthalten. Auch Bor, Kupfer, Eisen, Mangan oder Chlor können vom Wasser im Boden entnommen werden. Wasserpflanzen nehmen diese Stoffe direkt aus dem Wasser auf.

Protisten, also Einzeller, sind frei beweglich und autotroph. Hier gibt es Formen, die manchmal zur heterotrophen Form übergehen. Dies ist zum Beispiel bei Lichtmangel der Fall. Die Lebewesen sind dann mixotroph sowie amphitroph, wie beispielsweise Euglena viridis.

Auch gibt es auch Pflanzen, die ähnlich wie manche Lebewesen ihre Nahrung aufnehmen: Es gibt Pflanzen ohne Photosynthese, die als Vollparasiten bezeichnet werden. Sie besitzen Saugfortsätze und leiten von den Wirtspflanzen Stoffe ab. Bei diesen Pflanzen fehlt das Chlorophyll und daher sind sie auch nicht grün. Hier ist beispielsweise Rafflesia zu nennen. Misteln sind Halbparasiten, die Photosynthese vollführen. Der Wirtspflanze wird hier Wasser entnommen sowie auch Nährsalze. Nahrungs-Symbiosen mit mykotrophen Pflanzen gibt es beispielsweise mit Pilzen. Pilze sind heterotroph und sie bekommen von den Pflanzen Assimilate. Im Gegenzug bekommen diese eine sehr gute Nährsalzversorgung, wie auch eine verbesserte Wasserversorgung. Myko-heterotrophe wie auch vollmykotrophe Pflanzen sind Extremfälle. Sie haben kein Chlorophyll oder ihr Chlorophyll ist zu gering. Daher können sie keine Photosynthese betreiben oder diese nicht gut genug betreiben. Die Ernährung erfolgt in diesen Fällen völlig von den Mykorrhizapartnern. Dies ist zum Beispiel bei Geosiris aphylla der Fall.

Es gibt auch Böden, die viel zu wenig Stickstoff haben. Daher haben sich bei Pflanzen zwei unterschiedliche Strategien herauskristallisiert.

Der Sonnentau, die Kannenpflanze, der Wasserschlauch oder auch das Fettkraut oder Sarracenia sind insektivore Pflanzen. Diese werden in der Umgangssprache fleischfressende Pflanzen genannt. Diese Pflanzen haben einige Fallenmechanismen aufgebaut. Damit können sie Insekten fangen sowie verdauen.

Daneben gibt es Pflanzen, die eine Symbiose mit heterotrophen Organismen haben. Diese geben ihnen die nötigen Nährsalze: Mit Knöllchenbakterien leben die Leguminosen in einer Symbiose. Hier wird der Luftstickstoff umgewandelt in Nitrat. Die Wirtspflanze bekommt dieses Nitrat dann zugeführt. In sogenannten Knöllchen, den kleinen Gewebewucherungen, leben Bakterien. Diese leben in der Wurzel ihrer Wirtspflanze. Dies ist eine Endsymbiose und ist eine Lebensgemeinschaft. Grünalgen sind einzellig und leben in Endsymbiose mit zahlreichen Korallen. Dazu brauchen sie Licht, denn nur mit Licht können sie gedeihen.

Die Vorratshaltung

In Zellorganellen, Speicherorganen oder auch Speichergeweben werden Nährstoffe gespeichert. Auch Tiere bevorraten ihre Nahrung: Die Eichhörnchen sammeln Nahrung für den Winter. Gras- sowie Getreidesamen werden von Ernteameisen gespeichert. Diese speichern sie im Bau, wo sie leben. Pollen sowie Honig werden von Honigbienen gespeichert. Dieser wird im Honigmagen konserviert und wurde aus Nektar hergestellt, den sie vorher sammelten. In den Honigwaben wird der Honig gespeichert. Es gibt einige Wüstenameisen, welche Netar in ihren Mägen speichern. Dazu gibt es eigene Kammern, wo sie von Arbeiterinnen besucht werden. An die Arbeiterinnen geben sie dann auch ihren Mageninhalt weiter. Pilzgärten werden von den Blattschneiderameisen angefertigt.

Die Futternutzung folgt hier sehr ökonomischen Umständen. Auch Reste werden hierbei verwertet. Daneben gibt es das Extrem, wo Tiere sehr unökonomisch agieren. Dabei nehmen sie kleine Futtermengen auf und lassen den Rest zurück. Diese Tiere werden als Futterverschwender bezeichnet. Zu den Futterverschwendern gehören viele Fruchtfresser.

Brutpflege

Junge Tiere können sich nicht alleine ernähren. Die Ernährung erfolgt zum Beispiel über einen Dottersack, wie es bei Fischen ist. Auch die Eltern der Tiere können diese ernähren. Bei den Tauben gibt es beispielsweise eine Vorverdauung im Kropf. Diese findet im Kropf der Elterntiere statt. Dieser Nahrungsbrei wird Kropfmilch genannt und an die jungen Tiere weitergegeben, was in der Fachsprache auch Trophallaxis genannt wird. Bei den Zitzentieren werden die Jungtiere durch Milchdrüsen gefüttert, die Milch abgeben.

Wechselwirkungen - Biozönose

Eine Lebensgemeinschaft heißt Biozönose in einem Ökosystem. In diesem existieren zahlreiche Organismen und ein Nährstoffaustausch findet statt.

Stoffkreislauf

Grüne Pflanzen sind fähig, Stoffe wie Kohlenstoffdioxid, Nitrat, Phosphat, Sulfat oder auch Wasser sowie Nitrat selbstständig herzustellen. Dies geschieht durch Assimilation und diese Pflanzen nennt man auch Produzenten. Bei der Dissimilation werden einige der Stoffe dann abgebaut, was der Energiegewinnung dient. Bakterien sind Organismen, die Ausscheidungen, Abfall oder Leichen zurückwandeln, nämlich in anorganische Nährsalze. Heterotrophe Organismen verbinden sich mit autotrophen Organismen zusammen zu einem Kreislauf. Bakterien gehören zu der Gruppe der Mikroorganismen. Daher wäre es viel zu zeitaufwendig, einen ganzen Baum völlig zu remineralisieren. Hier zerstückeln Pilze sowie Tiere organisches Material. Auf diese Weise können Destruenten in kurzer Zeit organisches Material abzubauen. Pilze sowie Tiere fungieren hier als Turbo, sozusagen und Beschleuniger im Ökosystem. Daneben gibt es auch noch Konsumenten, wobie es hier eine Hiearchie gibt. Primärkonsumenten sind Kosumenten der ersten Ordnung. Dies sind Tiere, welche ihre Ernährung von Produzenten holen. Dies ist zum Beispiel bei Pflanzenfressern der Fall. Die Konsumenten der zweiten Ordnung holen ihre Nahrung von Konsumenten der ersten Ordnung. Dies geht endlos so weiter, bis zu den Endverbrauchern, den sogenannten Spitzenprädatoren. Primärproduzenten sind Produzenten, welche in erster Instanz Körpersubstanz aufbauen. Davon leben weitere Konsumenten, die man Sekundärproduzenten nennt.

Beziehungen sowie einige Wechselbeziehungen

In einer Biozönose gibt es viele wechselseitige Beziehungen. Diese wirken nicht allein auf der Individuen-Ebene, aber auch auf einer Populationen-Ebene. Die Nährstoffaufnahme hat auf die Fitness eines Lebewesens sowie auf die Populationsdichte Einfluss, die in einem Ökosystem wirken.

Einige Beziehungen

Pro,- Para- sowie Metabiose. Die Antibiose und die Abiose.

Verschiedene Wechselbeziehungen

In Ökosystemen gibt es viele Wechselbeziehungen. Hier gibt es auch Nahrungsbeziehungen in Kombination mit Wechselwirkungen. Die Honigbiene holt sich Pollen sowie Nektar als Nahrungsmittel. In diesem Zuge bestäubt sie die Blüten.

Einige deutsche Ernährungswissenschaftler

Hier sind zum Beispiel zu nennen: Hannelore Daniel, Wolfgang Feil, Heinrich Kasper, Volker Pudel, Gertrud Rehner oder Hans Adalbert Schweigart.

Das war mal ein ungewöhnlich detailierter Ausflug in die Welt der Ernährung! Viel Lesestoff für den interessiertern Bodybuilder. Ich hoffe es hat gefallen?!

Viele Grüße. Dein Supplement Online Shop.

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